Zwar hat das weiße Hochzeitskleid hier nach wie vor die Vorreiterrolle, aber immer mehr Bräute bekennen wieder Farbe.
Manche finden weiß einfach zu langweilig, nicht zur eigenen Person passend oder einfach nur unpraktisch – da sieht man schließlich jeden Fleck. Außerdem kann man ein Kleid in einer anderen Farbe vielleicht später noch mal auf einem Ball anziehen. Speziell rote Hochzeitskleider sind immer mehr im kommen. Ein rotes Brautkleid kann ja durchaus auch als Symbol für die Liebe gesehen werden. Aber auch schwarze Hochzeitskleider sind gefragt.
Brautkleider in weiß, rot und creme
Wer es klassisch will, aber weiß zu grell findet, für den bietet sich das Hochzeitskleider in creme an. Immer öfter bekommt aber auch richtig ausgefallene Varianten, beispielsweise Gothic-Brautkleider zu sehen.
Historische Entwicklung
Festtagstracht Ende 19.Jahrhundert
Denkt man an ein Hochzeitskleid, so stellt man es sich meist in weiß – der Farbe der Unschuld und Reinheit – vor. Das war aber nicht immer so. Die ersten hellen Brautkleider kennt man aus dem 17. Jahrhundert. 1600 heiratete Maria von Medici im eierschalenfarbenen Kleid und 1613 trug Prinzessin Elisabeth ein silber-weißes Kleid. Aber erst im 19. Jahrhundert setzte sich das weiße Brautkleid immer mehr durch. Zunächst im Adel, denn ein aufwendiges Kleid für einen Tag konnte sich die ärmere Bevölkerung nicht leisten. Wer nicht soviel Geld hatte, dachte da eher praktisch und so heiratete man in der Festtagskleidung. Dabei handelte es sich oft um ein schwarzes Kleid. Selbst Anfang des 20. Jahrhunderts wurde zum Teil noch im ‚guten Kleid’ geheiratet. Doch das weiße Hochzeitskleid durchdrang nach und nach alle Bevölkerungsschichten.
Wenn frau sich für weiß entscheidet ist weiß jedoch nicht gleich weiß. Schneeweiß, milchweiß, alabaster und eierschale... aber was ist der Unterschied? Was steht mir denn nun am besten und was bedeuten eigentlich Frühling, Sommer, Herbst und Winter in diesem Zusammenhang?
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